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Der Blog von Christian Gries (cogries)

Operncamp in Heidenheim am 9. Juni 2012

operncamp

operncamp am 9. Juni 2012

Kultur 2.0: Immer mehr Opernhäuser, Festspielorganisationen und Orchester entdecken die Möglichkeiten der digitalen Kommunikation im Social Web. Auf Blogs, via Twitter, Facebook oder YouTube werden neue Wege in der Informationsvermittlung gesucht oder der Dialog mit dem Publikum eröffnet. Nicht alle agieren dabei so glücklich und erfolgreich wie die Bayerische Staatsoper in München oder das PODIUM Festival in Esslingen. Zuweilen folgt der ersten Aufbruchseuphorie die Erkenntnis, dass es gar nicht so leicht ist, die eigenen Nutzergruppen auch digital zu beglücken oder den Kulturbetrieb vom Feuileton in die Timeline zu hiefen. Zeit also, den entsprechenden Fragen und Problemen auf den Grund zu gehen.

ACT!IO = re:actio. Meine kleine Nachlese zur re:publica 2012

re:publica 2012

re:publica 2012

Wo sind sie, die Inseln der Vernunft im Cyberstrom?” hat der große Joseph Weizenbaum einmal gefragt. Auch wenn der Ansatz des Computerpioniers ein deutlich kritischer war, so habe ich in den zurückliegenden drei Tagen ganz sicher eine positive Antwort (und eine solche Insel) gefunden. Und ich bin mir sicher der Gesellschaftskritker Weizenbaum hätte auf der re:publica auch seinen Spaß gehabt und ein paar Bäume gepflanzt.

“München leuchtet” – Nachlese zur Tagung “aufbruch. museen und web 2.0″ und stARTcamp

Thomas Mann, Gladius Dei

Thomas Mann, Gladius Dei

1902 schickte Thomas Mann in seiner Novelle “Gladius Dei” seinen Protagonisten Hieronymus durch die Münchner Innenstadt: “München leuchtete. Über den festlichen Plätzen und weißen Säulentempeln, den antikisierenden Monumenten und Barockkirchen, den springenden Brunnen, Palästen und Gartenanlagen der Residenz spannte sich strahlend ein Himmel von blauer Seide, und ihre breiten und lichten, umgrünten und wohlberechneten Perspektiven lagen in dem Sonnendunst eines ersten, schönen Junitages. Vogelgeschwätz und heimlicher Jubel über allen Gassen. Und auf Plätzen und Zeilen rollt, wallt und summt das unüberstürzte und amüsante Treiben der schönen und gemächlichen Stadt. Reisende aller Nationen kutschieren in den kleinen, langsamen Droschken umher, indem sie rechts und links in wahlloser Neugier an den Wänden der Häuser hinaufschauen, und steigen die Freitreppen der Museen hinan. (…)”. Im Schaufenster einer Kunstbuchhandlung entdeckte der schwermütige Jüngling die Reproduktion eines Gemäldes, das eine Madonna mit Kind in einer seiner Ansicht nach allzu freizügigen Manier zeigt: „Ein Weib zum Rasendwerden“.

Aufbruch zum Museum der Zukunft

Im Folgenden eine vorsichtig gekürzte Fassung meiner Eröffnungsrede zur Tagung “aufbruch. museen und web 2.0” am 20.04.2012 in München

Tagung "aufbruch. museen und web 2.0"

Tagung "aufbruch. museen und web 2.0"